orchideen richtig pflegen

Orchideen richtig pflegen

Orchideen stammen aus verschiedenen Regionen der Erde. Entsprechend unterschiedlich sind ihre Bedürfnisse. Bei einer entsprechenden Pflege sind Orchideen sehr blühfreudige Gewächse. Die wichtigsten Grundregeln erklärt der folgende Artikel. 


Untergrund für Orchideen nach individuellem Anspruch wählen


Die Botaniker unterscheiden ungefähr 30.000 Orchideenarten. Viele von ihnen eignen sich unter bestimmten Voraussetzungen für die Zimmerkultur. Zu unterscheiden sind 3 Formen: Die erste Gruppe lebt in ihrer Heimat auf Pflanzen, meist auf Bäumen. Andere wachsen auf Felsen und Steinen. Die 3. Gruppe, zu der unter anderem die Ludisia discolor zählt, wächst auf der Erde. Lediglich letztere Orchideen gedeihen in einer handelsüblichen Blumenerde. Die auf Bäumen und Steinen aufsitzenden Orchideen wie die Phalaenopsis benötigen ein Orchideensubstrat, das sich aus Farnwurzeln, Torfmoos, Baumrinde und Buchenlaub im Verhältnis 3:2:1:1 selbst herstellen lässt. Einfacher ist es, dieses im Handel als Fertigmischung zu erwerben. Alternativ können die Orchideen auf Äste oder andere Pflanzen aufgebunden werden.


Orchideen richtig pflegen - Wasseranspruch

Erdorchideen nehmen ihre Nährstoffe über die im Boden befindlichen Wurzeln auf. Die Erde sollte gleichmäßig feucht sein, ohne dass es zur Staunässe kommt. Alle anderen Orchideen benötigen nur wenig Wasser. Es reicht, wenn sie etwa einmal wöchentlich gegossen oder besser getaucht werden. Vor der folgenden Wassergabe muss das Substrat vollständig abgetrocknet sein. Dem Gießwasser kann während der Wachstumsperiode eine 0,05-prozentige Nährsalzlösung zugegeben werden. Sie wird im Fachhandel unter der Bezeichnung Orchideendünger angeboten. 


Was gibt es bei der Standortauswahl für Orchideen zu beachten?

Die meisten Orchideen bevorzugen eine hohe Luftfeuchtigkeit. Sie sollte je nach Orchideenart zwischen 65 und 90 Prozent betragen. Letzteren Wert erreicht man ausschließlich in der Pflanzenvitrine. Ansonsten sind das Badezimmer und das Schlafzimmer die geeigneten Standorte für Orchideen. Die Luftfeuchtigkeit lässt sich auch durch das regelmäßige Einsprühen der Orchideen erhöhen. Dabei ist darauf zu achten, dass die Blüten nicht mit Wasser benetzt werden. 
Orchideen bevorzugen den halbschattigen Stand. Stehen sie zu dunkel, treiben sie keine Blüten. Setzt man sie hingegen der prallen Mittagssonne aus, verbrennen die empfindlichen Blätter. Der beste Platz ist am Ost- oder am Westfenster. 
Einige Orchideen lassen sich auch vom Laien vermehren. Hierzu zählen die Erdorchideen. Einzelne Triebe werden abgekniffen und in ein Wasserglas gestellt. Bereits nach einigen Wochen bilden sich Wurzeln. Dann können die Jungpflanzen getopft werden. Bei anderen Arten gelingt dem Laien die Vermehrung der Orchideen kaum. Selten zeigen sich an der Mutterpflanze Kindel. Diese sollten erst dann abgetrennt werden, wenn sich das zweite Blattpaar gebildet hat. Das Messer muss scharf und sauber sein.